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Neuerscheinung: Lew Rubinstein: "Ein ganzes Jahr. Mein Kalendar"

Cover Rubinstein

Cover Rubinstein

übersetzt von Studierenden des Osteuropa-Instituts der FU Berlin und der Potsdamer Slavistik

News vom 07.05.2021

Eine literarische Globalgeschichte in Kalenderform. 365 Tage, 365 Ereignisse, 365 Erinnerungen. 365 Möglichkeiten, diese drei Variablen miteinander ins Spiel zu bringen. Lew Rubinstein öffnet die geballte Macht einer jahrtausendealten Kulturtechnik des Ordnens und Messens von Zeit für eine erzählerische Intervention. Von Kamerun über Japan bis nach Frankreich und in die Ukraine. Von der Geburt Kopernikus’ über die Spanische Inquisition und den Kalten Krieg bis zur Gegenwart: Lew Rubinstein schreibt als Chronist eines Jahres zugleich die Zeitläufte von Jahrhunderten. Für jeden Tag im Jahr zwei Einträge: Ein historisches Ereignis und Rubinsteins eigene, oft sehr persönliche Überlegungen dazu. So springen wir mit dem großen russischen Essayisten und Lyriker durch die Zeiten und Kontinente, werden Zeugen einer leichtfüßigen Weltgeschichte und beginnen zu verstehen, wie nah sich alles ist.

Die Idee zur Übersetzung von Ein ganzes Jahr entstand während eines vom Frühjahr 2018 bis zum Frühjahr 2019 durchgeführten Seminars mit dem Titel Kitchen Talks an der Freien Universität Berlin und der Universität Potsdam. Im Rahmen dieses Seminars fanden in Privatwohnungen, Galerien, Cafés, Werkstätten und Kulturzentren wöchentliche Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus Osteuropa statt. Am 6. November 2018 lud das Seminar Lew Rubinstein zu einer Lesung ins Berliner P.A.N.D.A. Theater ein. Der vorbereitend zu diesem Abend übersetzte Auszug aus Ein ganzes Jahr bildete dann den Ausgangspunkt eines kollektiven Übersetzungsprojekts, in dem Mitglieder des Kitchen Talks-Seminars gemeinsam mit der Herausgeberin und dem Herausgeber den gesamten Text ins Deutsche brachten.

 

Lew Rubinstein: Ein ganzes Jahr. Mein Kalender. Aus dem Russischen von Werner Boschmann, Elisabeth Landenberger, Dario Planert, Lara Rindt, Susanne Strätling, Dimitri Vinogradov, Anna Weigelt und Georg Witte. Herausgegeben von Susanne Strätling und Georg Witte. Berlin: Friedenauer Presse, 2021, 448 S. 

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