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Mediothek des Osteuropa-Instituts

Filmstill "Ein Nobody gegen Putin" (2025)

Filmstill "Ein Nobody gegen Putin" (2025)

Film des Monats: A Nobody against Putin / Ein Nobody gegen Putin (2025) von David Borenstein und Pawel Talankin

Regie: David Borenstein und Pawel Talankin
Genre: Dokumentation
Jahr: 2025
Sprachfassung: Deutsche Synchronisation
Dauer: 90 Minuten
Verfügbar bis: 29.04.2030

Hier geht es zum Stream.

Synopsis

Ausgezeichnet mit dem "Oscar" als bester Dokumentarfilm: Pawel Talankin ist Lehrer einer Schule in der Kupferminenstadt Karabasch im Ural, die von der Unesco einst als „giftigster Ort der Welt“ bezeichnet wurde, was sie jahrelang zum makabren Anziehungspunkt für Touristen machte. Das berichtet Talankin selbst in dem Dokumentarfilm Ein Nobody gegen Putin und legt damit direkt den bitter-ironischen Tonfall des Werks fest.

Nichtsdestotrotz mag Talankin sein Leben. Ihm gefällt seine Arbeit, die Jugendlichen mögen ihn. Doch dann erhält die Schule im Februar 2022 ein Fax. Betreff: „Neue Föderalpatriotische Bildungspolitik“. Der Unterricht wird mit sofortiger Wirkung umgestellt, Inhalte zur sogenannten militärischen Spezialoperation werden integriert, die Schülerinnen und Schüler müssen patriotische Lieder und Gedichte lernen und jeden Morgen beim Fahnenappell die Nationalhymne singen.

Pawel, genannt Pascha, muss fortan diese Veranstaltungen für das Bildungsministerium dokumentieren und die Videos als Beweis für die patriotische Pflichterfüllung der Schule nach Moskau schicken. Zunehmend entsetzt zeichnet der Lehrer auf, wie seine Kollegen teils blind die Verzerrungen der Geschichte und die Verharmlosung des Kriegs befördern, teils resignativ die Befehle ausführen. Kurz vor Kündigung wendet sich jedoch ein ausländischer Regisseur an ihn, der Talankin bittet, die Aufnahmen nutzen zu können. Mit neuer Motivation führt der Lehrer die gefährliche Arbeit fort.

Gefilmt über einen Zeitraum von zwei Jahren, erzählt der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm gleichermaßen humorvoll und niederschmetternd von den Ausmaßen der Indoktrination, die auf die gesamte Gesellschaft zielt. 


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Mariupolis_Bild

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Filmspecial Ukraine der Mediothek:

Die Mediothek des Osteuropa Instituts sammelt im Rahmen des Ukrainespecials Dokumentar- und Spielfilme, die nach dem russischen Angriffskrieg von ukrainischen und weiteren mittel- und osteuropäischen FilmemacherInnen, von internationalen Filmfestivals und Filminstitutionen im kostenlosen Onlinestream veröffentlicht wurden.
Die Filmauswahl wird regelmäßig mit neuen Streamingangeboten ergänzt und bietet einen kritischen und vielseitigen filmischen Zugang zu den aktuellen Erreignissen in der Ukraine und in der Region.