Über das Institut

Außenansicht des Osteuropa-Instituts

Außenansicht des Osteuropa-Instituts
Bildquelle: Sebastian Fiebrig

Osteuropa in Berlin

Das 1951 gegründete Osteuropa-Institut ist ein interdisziplinäres Regionalinstitut der Freien Universität Berlin, in dem  Geschichte, Kultur, Politik, Soziologie und Volkswirtschaft kooperieren.Hier auf dem Dahlemer Campus spiegelt sich in Lehre, Forschung und Beratung die Dynamik der vielfältigen Wandlungsprozesse im östlichen Teil unseres Kontinents wider. Dies ist eine heterogene, konfliktreiche und durch die Erweiterung der Europäischen Union sehr wichtige Region voller Fragen und Herausforderungen. Berlin ist der beste Ort, sie zu studieren. Hier treffen nicht nur Kulturen, Menschen und Märkte aus Ost und West zusammen. Der Standort Berlin bündelt auch eine große Zahl an Einrichtungen und Initiativen und damit die Osteuropakompetenz des Landes. In diesem Zusammenhang spielt das Osteuropa-Institut mit seinen Kooperationen und akademischen Netzwerken in Berlin/Brandenburg wie auch in Osteuropa eine wesentliche Rolle.

Angebote des Osteuropa-Instituts

  • Das Lehrprogramm des Osteuropa-Instituts konzentriert sich auf den vor einigen Jahren gegründeten gegenwartsbezogenen und multidisziplinären Masterstudiengang Osteuropastudien.
  • Der auslaufende Magisterstudiengang "Osteuropastudien" und der ebenfalls auslaufende Magisterteilstudiengang "Osteuropäische und Südosteuropäische Geschichte" kann nur noch von bereits eingeschriebenen Studierenden zu Ende studiert werden.
  • Ferner erreicht das Institut zahlreiche Studierende im Zusatz- oder Aufbaustudium sowie Gasthörer_innen.
  • Forschungsschwerpunkte bilden vor allem gegenwartsbezogene Themen, insbesondere solche, die mit den Transformationsprozessen in Ostmittel-, Südost und Osteuropa und deren historischen Ausgangsbedingungen zusammenhängen. Weitere Schwerpunkte liegen auf kulturwissenschaftlichen Fragestellungen sowie auf der Untersuchung ethnonationaler Konflikte im osteuropäischen Raum.
  • Darüber hinaus veröffentlichen die Arbeitsbereiche in den Arbeitspapieren des Osteuropa-Instituts aktuelle Forschungsergebnisse.
  • Mit ihren ca. 360.000 Bänden stellt die Bibliothek des Osteuropa-Instituts eine hervorragende Forschungsgrundlage dar.

Geschichte des Osteuropa-Institutes

Eike Eckert erzählt wie folgt: Das Osteuropa-Institut (OEI) der Freien Universität Berlin wurde als eine der ersten wissenschaftlichen Einrichtungen der bundesdeutschen Osteuropaforschung am 24.11.1951 eröffnet.

Zu den Gründungsabteilungen des Instituts gehörten die Slavische Philologie, Wirtschaftswissenschaften, Recht und Geschichte. Später kamen Abteilungen für Osteuropäische Landeskunde (1951), Bildungswesen (1956), Soziologie und Philosophie (1957), Balkanologie (1969) und Medizin (1970-1988) hinzu; zudem erfolgte in zwei Fächern eine Untergliederung in  Teildisziplinen: Slavistik (1961: Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft) und Osteuropäische Geschichte (1967: Zeitgeschichte; 1971: Kunst und  Südosteuropäische Geschichte).

Das OEI bot vier eigenständige Studiengänge an:  die Magisterstudiengänge Slavistik, Ost- und Südosteuropäische Geschichte und Balkanologie sowie Lehramt Russisch. Zudem wurden aus Drittmitteln von 1954 -1969 ein jeweils zweijähriger Ergänzungsstudiengang (Aufbaustudiengang) für Volks- und Betriebswirte, Juristen und Politologen angeboten. Im Sommersemester 1991 wurde der regionalwissenschaftliche, interdisziplinäre Studiengang Osteuropastudien eingeführt.