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Der Wandel in den Beziehungen von Religion, Politik und Gesellschaft im östlichen Europa

(31303)

TypSeminar - Modul B
Dozent/inDr. rer. pol. Jochen Töpfer
RaumIhnestr. 22/UG3
Zeit

Di 10 - 12 Uhr

Osteuropa ist seit Jahrhunderten durch eine große religiöse Vielfalt gekennzeichnet. Seit den Umbrüchen von 1989 sind gerade die traditionellen Religionen auf der Suche nach ihrer Rolle in den Gesellschaften der Region. Das Bild prägten religiöse Eliten, die zunächst von der Transformation überrascht wurden und anschließend nur in Ausnahmefällen visionäre Vorstellungen über die Entwicklung der Gesellschaft hervorbrachten. Die offene Stelle füllten in vielen Fällen politische Eliten, indem sie sich mit bestimmten Religionen arrangierten  und diese in ihre Dienste stellten. In einigen Staaten hat Religion eine starke Stellung hinsichtlich der nationalen Identitätsbildung erhalten (`Re-Traditionalisierung` z.B. in Serbien), in anderen bedrängen säkulare Tendenzen den Einfluss historischer Glaubensgemeinschaften (Tschechische Republik, Ostdeutschland, Slowenien). Wie reagieren religiöse Gemeinschaften in Osteuropa auf diese Entwicklungen?

Jene und weitere Fragen sollen vor dem Hintergrund pluralistischer und konstruktivistischer Ansätze in diesem Seminar diskutiert werden.

 

Leistungsnachweis:   + Referat oder Hausarbeit (ca. 3000-4000 Wörter)

 für einen unbenoteten Schein

+ Referat und Hausarbeit für einen benoteten Schein

 

Literatur:

 

Pollack, Detlef : Religiöser Wandel in den postkommunistischen Ländern Ost- und Mittelosteuropas. Würzburg 1998.

Riedel, Sabine: Die Erfindung der Balkanvölker. Identitätspolitik zwischen Konflikt und Integration. Wiesbaden: VS Verlag 2005.

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