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Soziale Rechte und ihre Verwirklichung in Osteuropa

(31304)

TypSeminar
Dozent/inMartin Brand
RaumGarystr.55/323 Seminarraum
Zeit

Do 14:00-16:00

Soziale Rechte ergänzen Thomas H. Marshall - einem Klassiker der Soziologie - zufolge die bürgerlichen und politischen Rechte. Gemeinsam bilden sie für Individuen die Grundlage, als vollwertiges Mitglied einer Gesellschaft anerkannt zu sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Gewährung sozialer Rechte zu einem globalen Leitbild gesellschaftlicher Entwicklung geworden. Ihre Verankerung im internationalen Recht fanden sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, im UN-Sozialpakt oder in den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation. Im Seminar werden wir der Frage nachgehen, inwieweit soziale Rechte in Osteuropa - insbesondere in Russland, der Ukraine und Belarus - anerkannt und verwirklicht sind. Dafür werden zunächst grundlegende Texte zur Bedeutung sozialer Rechte und zum Begriff der sozialen Anerkennung gelesen und diskutiert. Darauf aufbauend werden wir die Bedeutung sozialer Rechte in der Sowjetunion und den postsowjetischen Staaten für das Verständnis von einer sozial gerechten Gesellschaft analysieren. Außerdem werden die sozialen Rechte und die Anerkennung der "Anderen" - Migranten, Behinderte, LGBT - in Russland, der Ukraine und Belarus thematisiert. Ziel des Seminar ist es, "soziale Rechte" und "soziale Anerkennung" als Schlüsselbegriffe für die Analyse gesellschaftlicher Entwicklung in Osteuropa fruchtbar zu machen.

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