DokuMontag: FC Roma

Film | 20.02.2017 | 19:00 Uhr | Tschechisches Zentrum Berlin

© Tschechisches Zentrum Berlin

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Die Regisseure Tomáš Bojar und Rozálie Kohoutová erzählen die unglaubliche Geschichte des tschechischen Fußballklubs FC Roma, dessen Teammitglieder junge Roma sind. Die Spieler müssen die anderen Teams in der dritten Liga geradezu überreden, gegen sie anzutreten, viele Vereine lehnen es ab, gegen die Roma zu spielen. Was als Chronik eines Fußballvereins beginnt, wird bald zu einer Parade der alltäglichen Formen von Rassismus.

Die unaufdringliche, beobachtende Arbeitsweise der Filmemacher lassen die Äußerungen der charismatischen Trainer gut zur Geltung kommen, die mit gesunder Ironie die Gesellschaft glossieren, die ihnen nur wenige Chancen lässt. Gerade die Aussagen der verschiedenen Protagonisten sind das expressivste Element dieses packenden Dokumentarfilms, der eine ziemlich aussichtslos erscheinende Situation beschreibt. Der allgegenwärtige Rassismus wirkt fast absurd, hat manchmal eine ungewollte Komik, ist meist aber vor allem erschreckend.

„FC Roma“, der auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Jihlava 2016 als bester tschechischer Film ausgezeichnet wurde, ist Tomáš Bojars Regiedebüt. Rozálie Kohoutovás letzte Regiearbeit ist das Porträt zweier Roma-Mädchen „Jenica a Perla“.

Im Anschluss Videokonferenz mit den Regisseuren

Eintritt frei


Zeit & Ort:

Montag, 20.02.2017  |  19:00 Uhr

Tschechisches Zentrum Berlin
Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin

Weitere Informationen finden Sie hier.


Schlagwörter

  • Film, Berlin, Deutschland, Tschechien