Denis Matsuev in Berlin

Musik | 19.12.2016 | 20:00 Uhr | Konzerthaus

© Image courtesy of Graphics Mouse at FreeDigitalPhotos.net

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Seit seinem Gewinn des 1.Preises beim 11. Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau 1998 hat sich der russische Ausnahmepianist Denis Matsuev zu einer der führenden Klaviervirtuosen weltweit entwicklt.

Den  Konzertprogrammen von Denis Matsuev, die  nach Auskunft des Künstlers Jahr für Jahr neu konzipiert werden, und sich niemals an ein und derselben Spielstäte wiederholen, liegt  ein durchdachtes programmatisches Konzept zugrunde, welches grenzüberschreitend unterschiedliche kompositorische und pianistische Traditionen aus Russland und Deutschland miteinander verbindet, ohne damit eine dieser nationalen Schulen einseitig zu bevorzugen.
Voraussetzung für die Auswahl eines Werkes in ein Konzertprogramm ist laut Aussage von Denis Matsuev zusätzlich zur technischen Beherrschung  und intellektuellen Durchdringung des Notentextes ein emotionaler Bezug zur Musik, der sich wie eine „musikalische Liebesbeziehung“ anfühlen muss !

Zunächst nimmt der Ausnahmepianist in Peter Tschaikowskys „Jahreszeiten“  op. 37 die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch einen mit den Farben russischer Folklore klangmalerisch nachgezeichneten Zyklus der Monate.  Das Erstaunliche an der „melancholischen Ader“ in  Tschaikovskys Personalstil ist die bezaubernde, einfühlsame und treffsichere Art und Weise, wie der Komponist jeden Monat des Jahres als geradezu plastisch greifbaren Stimmungswechsel inszeniert – eine anspruchsvolle Herausforderung für jeden Interpeten.

Danach  taucht er in den 8 Stücken der „Kreisleriana“ op. 16 von Robert Schumann in die kontrastreiche Fantasiewelt des deutschen Romantikers ein.  Neben den anderen großen Zyklen Schumanns wie dem „Carnaval“, den „Symphonischen Etüden“, den  „Kinderszenen“ oder dem „Faschingsschwank aus Wien“, die Denis Matsuev ebenfalls intensiv studiert und öffentlich aufgeführt hat, ist die „Kreisleriana“ op. 16 für den Künstler einer der tragischsten und gleichzeitig genialsten Klavierzyklen Robert Schumanns.

Im zweiten Teil des Abends zieht Matsuev in Igor Stravinskys Ballett – Musik zu „Petrouschka“  mit gestochen scharfer motorischer Präzision und fieberhafter klanglicher Suggestionskraft   alle Register seines famosen pianistischen Könnens. Trotz aller perkussiven Wucht, die dieses durch und durch  tänzerische Werk versprüht, sieht Denis Matsuev auch eine innere romantische Seite in  Stravinskys Seele und damit eine Verbindungzu den beiden anderen Erzromantikern. (Quelle: berin-artmanagement.de)


Zeit & Ort

Montag, 19. Dezember 2016  |  20:00 Uhr

Konzerthaus
Gendarmenmarkt 10117 Berlin 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Schlagwörter

  • Berlin, Russland, Deutschland, Musik, Rundfunk-Sinfonieorchester