(Post)faschistische Idylle

Literatur | Berlin | 19.05.2016 | 20:00 Uhr | Roter Salon - Volksbühne Berlin

((c) Volksbühne Berlin)

((c) Volksbühne Berlin)

Von Zagreb bis nach Warschau, von Dresden bis nach Paris, von Budapest bis nach Ankara: ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Faschismus. In immer neuen Formen auftretend, scheint er das historische, politische und kulturelle Kontinuum zunehmend zu vereinnahmen, ohne dabei in sich schlüssig zu sein. Führer, Gruß und Lichtdom braucht er nicht. Die Ubiquität des Faschismus schafft eine eigene Temporalität. In den Überlegungen des Soziologen Rastko Močnik ringt ein ganzer Begriffsapparat mit diesen neuen Formen. Faschismus tritt als Postfaschismus auf, als Mainstream-Idylle, die ein Aspekt dessen ist, was Joseph Vogl Oikodizee nennt, die Vorstellung eines ewigen turbokapitalistischen Equilibriums.

Am 19.05. treffen sich erstmals Künstler und Kritiker aus verschiedenen Ländern Europas um den Faschismus aus der Zukunftsperspektive zu betrachten. Es geht um die Auslotung eines provisorischen Vokabulars der Gegenwart, die es vergessen hat, das Vergangene vom Künftigen zu unterscheiden. Auf eine Einführung zum methodischen Begriff des Postfaschismus folgen kurze Impulse, Installationen und Videoclips.

Es ist der Auftakt für das Projekt einer Kulturtheorie für das Jetzt, die widerständig und intensiv zugleich sein soll.



Eintritt:    8,- Euro bzw. 6,- Euro (ermäßigt)   

Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache.


Zeit und Ort:

Donnerstag, 19. Mai 2016  |  20:00 Uhr

Roter Salon - Volksbühne Berlin
Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin

Weitere Informationen finden Sie hier.