Osteuropaexpress - Lesung & Gespräch mit Marianne Zückler

Lesung & Gespräch | 18.05.2017 | 20:00 Uhr | Der Literarische Salon in der Z-Bar

Marianne Zückler © Martina Wiemers

Marianne Zückler © Martina Wiemers

Gemeinsam mit ihrem Lektor Carsten Schmidt liest die Autorin Marianne Zückler aus ihrem Buch „Osteuropaexpress. Erzählungen über Freiheit, Liebe, Sexualität und Ausgrenzung“ (Europa Verlag, erschienen im März 2017)

Vom Kampf um die eigene Identität und Freiheit in Osteuropa: Acht Lebensgeschichten jenseits der Heterosexualität

Europa gilt als offen und tolerant, doch noch nicht in allen europäischen Ländern können diese Werte auch gelebt werden. Der Weg zur sexuellen Selbstbestimmung ist vielerorts immer noch weit. Die Autorin Marianne Zückler erzählt von Menschen – alt und jung, lesbisch, schwul oder transsexuell – die aufgrund ihrer sexuellen Identität in ihren Heimatländern in Osteuropa von sozialer Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung bedroht werden. Am Beispiel von acht Protagonisten aus Lettland, Litauen, Polen und Ungarn werden die Sorgen, Hoffnungen und Alltagskämpfe der Menschen, die sich der Gemeinschaft der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) zugehörig fühlen, verarbeitet.

Über zwei Jahre hinweg führte Marianne Zückler Gespräche mit Betroffenen in deren Heimatländern und führt diese Recherchen in „Osteuropaexpress“ als dokumentarische Erzählungen zusammen. Mit der Hilfe von LGBT-Organisationen vor Ort und persönlichen Empfehlungen konnte die Autorin Kontakt mit ihren Gesprächspartnern aufnehmen. Wie stark die Anfeindungen wirklich sind und wie groß die Angst der Menschen ist, hat Marianne Zückler selbst miterlebt, als sie an einer Pride Parade in Warschau teilnahm.

Marianne Zückler, geb. 1960 in Berlin, studierte Germanistik, Erziehungswissenschaft und Theaterpädagogik. Seit 1994 arbeitet sie als freie Autorin und Dozentin für dokumentarisch-biografische Theaterarbeit, ihre Hörspielarbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Ihr erster Roman Der blanke Hans und seine Frauen erschien 2015. Sie interessiert sich vor allem für die Verschränkung von Erfahrungs- und Erinnerungsräumen sowie die transgenerationelle Weitergabe von Kriegs- und Gewalttraumatisierungen.

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt.


Zeit & Ort:
Donnerstag, 18.05.2017  |  20:30 - 23:00 Uhr

Der Literarische Salon in der Z-Bar
Veranstaltungsraum
Bergstraße 2, 10115 Berlin-Mitte

Weitere Informationen finden Sie hier.

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