Pokłosie / Nachlese

Film | 13.11.2017 | 18:00 | Thalia Filmtheater

© Polnischer Filmklub der Universität Potsdam

© Polnischer Filmklub der Universität Potsdam

Am Ende hängt Józef Kalina, der Störenfried, auf der Innenseite des eigenen Scheunentors, hingenagelt wie Jesus ans Kreuz. Spätestens jetzt dürfte jeder gemerkt haben, dass dies ein Film der Übertreibungen und Zuspitzungen ist, nicht der Reflexion. Sein Schöpfer setzt auf eine Läuterung, die aus der Symbolkraft brutaler Bilder und viel Suspense entsteht.

Władysław Pasikowski reflektiert über den Holocaust in der Form eines Provinz-Horrorfilms. Er wurde mit Filmen wie „Psy“ (Hunde) oder „Reich“ zum Kultregisseur und sorgte mit „Nachlese“ in Polen für heftige  Kontroversen darüber, ob Polen im Zweiten Weltkrieg nicht nur Opfer, sondern auch Täter gewesen seien.

Der Film bezieht sich auf das Buch „Nachbarn“ von Jan Tomasz Gross, das den Mord an den Juden von Jedwabne thematisierte. Es führte nicht nur zu einer kontroversen politischen Debatte, sondern letztlich auch zu einer  Gedenkfeier, bei der der Staatspräsident Aleksander Kwasniewski um Vergebung bat, und einem Sühnegottesdienst der katholischen Bischöfe Polens.

Veranstalter: Polnischer Filmklub der Universität Potsdam

Info: www.thalia-potsdam.de

Eintritt: 8,50 / 5 EUR

Zeit & Ort

13.11.2017  |  18:00

Thalia Filmtheater
Rudolf-Breitscheid-Str. 50
14482 Potsdam-Babelsberg 

Weitere Informationen

Schlagwörter

  • Berlin
  • Europa
  • Feminismus
  • Film
  • Germany
  • Horror
  • Kultur
  • Osteuropa in Berlin
  • Polen