Circular Movements

Ausstellung | 30.10 - 18.12.2016 | Kunstverein KunstHaus Potsdam e.V.

Image courtesy of Rawich at FreeDigitalPhotos.net

Image courtesy of Rawich at FreeDigitalPhotos.net

Die Ausstellung Circular Movements untersucht die spezifischen Handlungsmöglichkeiten der Kunst in düsteren Epochen und dunklen Zeiten. Mit ausgewählten Werken internationaler Künstler stellt sie Fragen nach einer Unterscheidung von Aktion und Aktivismus und bezieht das Denken Hannah Arendts ein, Aktion als Unterbrechung und vielstimmiges Denken zu betrachten, um das Beziehungsgeflecht zwischen einem Autor als Aktionisten/Handelndem und einem Geschichtenerzähler zu beleuchten.

Die in Tel Aviv gezeigte Ausstellung Dark Times, aus der sich das aktuelle Ausstellungsprojekt im Kunstverein KunstHaus Potsdam entwickelte, begann mit Hannah Arendts Verständnis ihrer Zeit, die sie im Gegenüber von Zerstörung und Hoffnung, Dunkelheit und Aufbruch sah. Im Gegensatz zu vielen anderen Philosophen ignorierte Arendts Philosophie keinesfalls die Geschehnisse und Begebenheiten ihrer Zeit. Tatsächlich war ihr Interesse am Handeln ein Ergebnis ihrer Erfahrungen von Krieg und Revolution im 20. Jahrhundert, immer verbunden mit der Frage, wie ein solches Handeln gestaltet werden könnte.

Die Ausstellung Circular Movements beginnt da, wo Dark Times endete. Sie präsentiert gesellschaftskritische und partizipatorische Kunst aus vielfältiger internationaler Perspektive.

Thomas Hirschhorns Beitrag, eine übergroße „Pixel-Collage“, versucht das wachsende Phänomen einer Gesichtslosigkeit in der heutigen Bildproduktion zu fassen. Es scheint, dass im Versuch authentisch zu sein, das Bild aufgerastert sein muss oder doch teilweise unscharf. Erkennbare Druckweise mit Pixeln oder Verwischungen scheinen Statthalter von Authentizität zu sein. Die Rechtfertigung dieser Art von Bildproduktion argumentiert mit dem Schutz des Betrachters, dem Schutz von etwas im Bild gezeigten oder damit, eine Information zu schützen, die im Bild verborgen liegt. Hirschhorn glaubt, dass das sichtbare Raster eine neue Form begründet, die Dynamik in den Wunsch nach Wahrheit bringt; eine Wahrheit, die über Information, Nicht-Information und Falsch-Information hinausgeht.[Polnisches Institut Berlin]


Dauer:
30.10. − 18.12.2016

Ort:
Kunstverein KunstHaus Potsdam e.V.
Ulanenweg 9, 14469 Potsdam

Weitere Informationen finden Sie hier.

Schlagwörter

  • Tourism, Czech Republic, UNESCO, Berlin, Culture