Konferenz „Psychologische Ästhetik an der Jahrhundertwende (1860–1930)“

(c) Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien

(c) Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien

News vom 15.09.2015

Vom 10. bis 11. Juni 2016 fand an der FU die Konferenz „Psychologische Ästhetik an der Jahrhundertwende (1860–1930): Zwischen Psychologismus und Formalismus“ statt. Die internationale Konferenz wurde von der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien unterstützt.

Untersucht wurden die psychologischen Grundlagen formalistischer Modelle in deutsch- und russischsprachigen Traditionen. In Vorträgen zu Begriffen wie „Formgefühl“ (David Romand) oder der „sinnvollen Form“ (Bernadette Collenberg-Plotnikov) wurde die kritische Auseinandersetzung mit dem Psychologismus der Geisteswissenschaften um 1900 rekonstruiert. Im russischen Formalismus wiederum finden psychologische Begriffe oft nur implizit Verwendung.

Vorträge über quantitative Methoden (Galin Tihanov), zu kinästhetischen (Irina Sirotkina) oder physiologischen (Erik Martin) Referenzen haben Grenzgebiete formalistischer Theoriebildung in ihrer Verzahnung mit psychologischer Ästhetik erschlossen. Anhand der Adaption von Humboldts Konzept der „inneren Sprachform“ wurde die Veränderung des Literaturbegriffs der philosophischen Ästhetik verfolgt (Matthias Aumüller), seine Wirkung auf Potebnja und die Schule von Kharkov (Alexander Dmitriev) öffnete die Perspektive auf den ukrainischen Beitrag in formalistischen Modellen bei Ivan Franko (Galina Babak).

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