Geschichtskonstruktionen und Konfliktpotenzial sozio-kultureller Identitäten in der Ukraine

07.05.2014 | 14:00 c.t.

Im aktuellen Konflikt um die außenpolitische Ausrichtung der Ukraine zwischen Russland und der EU geht es wesentlich auch um einen kollektive Identitäten und Selbstverortungen. Es gibt kaum ein Ereignis, kaum eine Schlüsselfigur der jüngeren Landesgeschichte, die nicht polarisiert: Ob der Begründer des ersten Kosakenstaates, Hetman Bogdan Chmelnizkii, der Politiker Stepan Bandera, der Begründer des Sowjetstaates, Wladimir Lenin, oder Iosef Stalin – für die einen sind sie Leitfiguren, für die anderen Antihelden.


Das wirft nicht nur die Frage nach dem inneren Zusammenhalt der ukrainischen Staatsnation auf, sondern mehr noch nach dem Konfliktpotenzial, das diese entgegengesetzten Wahrnehmungen gerade in Zeiten äußerer und innerer Krisen darstellen.
Die Referentin forscht, lehrt und publiziert seit Jahren auf der Grundlage empirischer Untersuchungen über sozio-kulturelle Identitäten und die „Sprache des Konflikts“ in der Ukraine. Konflikte in der Gegenwart und Zukunft, so ihre These, werden wesentlich durch Konflikte in der Vergangenheit bestimmt. Und: Dieser Umstand besitzt eine große Bedeutung nicht nur im Vergleich der Regionen, sondern auch der Generationen.


In ihrem Vortrag vergleicht und interpretiert sie unter anderem die Aussagen von Datenmaterial, das nach der „Orangenen Revolution“ gewonnen wurde, mit aktuell erhobenem Datenmaterial: Welche Prognosen oder Empfehlungen lassen sich aus diesem Befund ableiten?
Die Institutsleitung sowie der Arbeitsbereich Gesellschaft des OEI laden Sie herzlich zu einem informativen Vortrag und dem anschließenden Gespräch mit der Referentin ein!

Die komplette Einladung finden Sie hier.

Zeit & Ort

07.05.2014 | 14:00 c.t.

Hörsaal A des Osteuropa-Instituts, Garystr. 55, 14195 Berlin-Dahlem