Stellungnahme des OEI zur Exmatrikulation von Lukas Latz

News vom 26.06.2019

Stellungnahme des OEI zur Exmatrikulation von Lukas Latz

Lukas Latz studiert im interdisziplinären Master des Instituts aus großer Neugier und Zuneigung zu Osteuropa und Russland. Er tut dies mit Engagement und Bedacht, will verstehen, statt voreilig zu urteilen, lernt intensiv die Sprache. Umso schwerer wiegt, wie die russischen Behörden und die renommierte Staatliche Universität St. Petersburg mit ihm umgegangen sind. Lukas wurde behördlich unter Druck gesetzt, mit dem offenkundigen Ziel, ihn des Landes zu verweisen. Die Petersburger Universität hat dies ohne eine Anhörung des Betroffenen und ohne Rücksprache mit der Freien Universität entschieden. Wir betrachten diese Reaktion auf seine Recherchen zur Masterarbeit in Tscheljabinsk und die Veröffentlichung eines kurzen Berichts darüber im online-Journal jungle.world als völlig überzogen und unangemessen. Wir bedauern, dass die Staatliche Universität St. Petersburg anscheinend keine andere Möglichkeit gesehen hat, als sich so gegenüber ihrem jungen Gast und ihrem langjährigen strategischen Partner, der Freien Universität, zu verhalten. Die Freiheit von Forschung und Lehre wird dadurch massiv konterkariert. Wir erwarten, dass Lukas Latz keine weiteren Nachteile aus diesem Vorfall erwachsen und sich ein solches Verhalten gegenüber unseren Studierenden nicht wiederholt.

 

Institutsleitung

Osteuropa-Institut

Freie Universität Berlin

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