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Die Filmreihe „8 Years of War in Ukraine: Voices of Ukrainian Filmmakers“

8 Years of War in Ukraine: Voices of Ukrainian Filmmakers

8 Years of War in Ukraine: Voices of Ukrainian Filmmakers

Die Filmreihe findet in Kooperation zwischen der Mediothek des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin und dem Ukrainischen Filmfestival Berlin (UFFB) statt. Die Reihe versammelt drei Filme (Dokumentar- und Spielfilme) ukrainischer Filmemacher*innen, die das ukrainische Gegenwartskino im Zeichen des schon seit acht Jahren andauernden Krieges mit Russland markieren. 

Das Ziel der Reihe ist es, verschiedene Blickwinkel auf den Krieg zu eröffnen, die in unterschiedlichen Erzählungen und visuellen Darstellungen umgesetzt werden: ein postapokalyptischer Industriehorror, eine Reflexion über die langfristigen Auswirkungen des Krieges, eine Dokumentation des Lebens in Kriegszeiten, in denen selbst kleine Details plötzlich eine neue Bedeutung erhalten.
Was die Filme der Reihe vereint – es sind die Stimmen ukrainischer Filmemacher*innen, die vor und während des Krieges in der Ukraine gelebt und gedreht haben und in ihren Arbeiten den spezifischen Kontext aus mehrdimensionaler Perspektive beleuchten. 

Alle Filmvorführungen werden durch Expert*innengespräche begleitet, die sich mit eingeladenen Filmemacher*innen und Gästen den Fragen nach der aktuellen Rolle der Kunst, nach der Sichtbarkeit von ukrainischen Filmemacher*innen in Zeiten des Krieges und nach der Zukunft des ukrainischen Kinos widmen.

Termine

„No Obvious Signs“ von Alina Gorlova (2018, Dokumentarfilm)

19.04.2022 / Ort: Filmkunst 66

Uhrzeit: 20:00 Uhr / Eintritt: 7 Euro / TICKETS

Gäste: Alina Gorlova (Videobotschaft), Daria Buteiko & Ivanna Kozak (UFFB), Tetiana Goncharuk (Menschenrechtlerin mit Schwerpunkt Frauenrechte, Leiterin des Frauentreffs HellMa in Berlin-Marzahn).
Moderation: Irine Beridze (FU/OEI)

„Atlantis“ von Valentyn Vasyanovych (2019, Spielfilm)

04.05.2022 / Ort: City Kino Wedding 

Uhrzeit: 19:30 Uhr / Eintritt: 7 Euro / TICKETS

Gäste: Valentyn Vasyanovych (Videobotschaft), Anna Datsiuk (Film critic and curator of the Kyiv Critics' Week festival), Bohdan Tokarskyi (Literaturwissenschaftler, Ukrainist).
Moderation: Daria Buteiko (UFFB)

„Tera“ von Nikon Romanchenko (2018, Spielfilm)

18.05.2022 / Ort: City Kino Wedding 

Uhrzeit: 19:30 Uhr / Eintritt: 7 Euro / TICKETS

Gäste: Nikon Romanchenko (Videobotschaft), Anna Mielikova (Filmkritikerin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin) und Oleksii Isakov (Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)).
Moderation: Susanne Strätling (FU/OEI)

Im Eröffnungsfilm „No Obvious Signs“ (2018) begleitet Alina Gorlova mit der Kamera ihre Hauptheldin, die gerade einen schweren Rehabilitationsprozess durchläuft. Die Normalität des Alltags wird ständig durch die traumatischen Erinnerungen aus der Front in der Ostukraine unterbrochen. Der Film folgt einer starken Frau auf ihrem Weg zurück ins Leben und zeigt eindrucksvoll, wie tief der Krieg ins Leben eindringt. Wenn die aktive Phase des Krieges vorbei ist, werden seine Folgen und lang anhaltenden Traumata zu bewältigen sein. 

Fortgeführt wird die Filmreihe mit dem Spielfilm „Atlantis“ (2019) von Valentyn Vasyanovych, der als eine wichtige Stimme des ukrainischen Kinos, das Land in unmittelbarem post-war Zustand zeichnet. Erneut eine Hauptfigur, ein ehemaliger Soldat, der sich nach dem Krieg sein normales Leben Stück für Stück zurück erkämpfen muss. Schwarze Gestalten vor einem blutroten Sonnenuntergang, die Gestalt eines Mannes, der in einen Tiegel mit geschmolzenem orangefarbenem Erz fällt. Die Ruinen von Städten und grüne Armeefahrzeuge auf grauem Boden, Schlamm und Schnee. Diese Bilder versuchen, die durch den Krieg verursachte Apokalypse zu reflektieren.
Inwieweit können Filmkunst, Bilder und Erzählungen den Krieg wirklich vermitteln? Die Fragen nach der Darstellung des Krieges und nach der Herstellung von Kriegsbildern geraten hier in den Vordergrund.

Abgerundet wird die Filmreihe mit dem Spielfilm „Tera“ (2018) von Nikon Romanchenko. Romanchenkos Spielfilmdebüt verfolgt eine Fabrikarbeiterin in ihrer vermeintlichen Arbeitsroutine, die durch das plötzliche Verschwinden ihres Sohnes, der in der ukrainischen Armee dient, erschüttert wird. Der Verlust des Kontakts zu einem geliebten Menschen in Zeiten des Krieges: Diese traumatische Erfahrung haben Tausende von Ukrainer*innen gemacht und machen sie aktuell erneut.

Hinweis zur Spendenaktion:

Mit der Filmreihe möchten wir die Filmemacher*innen in der Ukraine direkt unterstützen. Der Ticketerlös wird an unsere Kolleg*innen des Filmfestivals Docudays UA gespendet. Das Festival sammelt aktuell Geldspenden für ukrainische Regisser*innen, die die Geschehnisse vor Ort dokumentieren und Unterstützung oder technisches Equipment benötigen. Den Aufruf von Docudays UA mit einer genauen Beschreibung, wofür die Spenden eingesetzt werden, finden Sie hier.

Darüber hinaus wird es vor Ort ein Spendenbox aufgestellt, für alle, die zusätzlich einen Betrag spenden möchten.