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Kira Valter

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Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin

Lehrstuhl für Geschichte Ostmitteleuropas

Gastwissenschaftlerin

Adresse
Osteuropa-Institut FU Berlin
Garystrasse 55
14195 Berlin
seit 2022 Doktoratsstudium für Osteuropäische Geschichte am Departement Geschichte der Universität Basel
2021-2022 Doktoratsstudium an der Fakultät für Geschichte der Europäischen Universität in St. Petersburg (

Stipendiatin der Graduiertenschule der Europäischen Universität in St. Petersburg)

2020-2021

Projektmitarbeiterin beim Ausstellungsprojekt «Auf der Suche nach Fritz Platten» unter der Leitung von Prof. Dr. F. Benjamin Schenk und Rhea Rieben MA, gefördert vom Research Preparation Grant with Russia 2020, Leading House, University of Geneva

2019-2021 Master of History an der Europäischen Universität St. Petersburg (abgeschlossen mit Maximalnote 5)
2018-2019

Finanzmanagerin in der Finanzabteilung der Europäischen Universität St. Petersburg

2018

Leiterin der Abteilungfür wirtschaftliche Analysen und Prognosen in der Haushalts- und Managementabteilung der Staatlichen Universität St. Petersburg

2016-2018

Stellvertretende Leiterin der Beratungs- und Sachverständigungsabteilung für das Management der wissenschaftlichen Forschung der Staatlichen Universität St. Petersburg

2014-2016

Projektmitarbeiterin zur Entwicklung der wissenschaftlichen Zeitschrift „HORIZON. Fenomenologičeskie issledovanija / Studien zur Phänomenologie / Studies in Phenomenology / Études phénoménologiques“

2014-2016

Analystin in der Beratungs- und Expertenabteilung für das Managements der wissenschaftlichen Forschung der Staatlichen Universität St. Petersburg

2014-2015

Juniorwissenschaftlerin am Zentrum für Wirtschaftsforschung der Smolny Fakultät für freie Wissenschaften und Künste der Staatlichen Universität St. Petersburg

2008-2013 Bachelor of Philosophy an der Staatlichen Universität St. Petersburg
2008-2013 Absolventin der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg (Russland), Fakultät für Wirtschaft, Bankenwesen (Ökonomin)

Promotionsthema: "Konkurrenz um die Zukunft des sowjetischen Nachkriegsprojekts: zwischen der Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg und die Revolution von Mitte der 1940er bis Ende der 1960er Jahre"

In meiner Forschung beschäftige ich mich mit der sowjetischen Nachkriegsgeschichte und arbeite an der Schnittstelle zwischen memory studies und politischer Geschichte. Gerade in Anbetracht der heutigen politischen Entwicklungen bin ich der Meinung, dass die Erforschung der Erinnerungsmechanismen und Praktiken in der UdSSR zum Zweiten Weltkrieg und der Oktoberrevolution helfen, um das heutige Russland zu verstehen.

Bereits in meiner Masterarbeit, die mit der Maximalnote bewertet wurde, habe ich mich der Frage gewidmet, wie die Zentralmacht in der UdSSR die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, auch Großer Vaterländischer Krieg genannt, für ihre außen- und innenpolitischen Zwecke konstruierte und nutzte. Im Mittelpunkt meiner Analyse stand der 09. Mai 1965 – die erste offizielle staatliche Siegesfeier 20 Jahre nach Kriegsende. Ich konnte zeigen, dass die Organisation einer solchen Feier nicht nur für die Konsolidierung der Gesellschaft, sondern auch für die Aufrechterhaltung der Einheit des sowjetischen Blocks, während des Vietnamkriegs und ebenso für den Wettbewerb zwischen der UdSSR und China für die Führung als notwendig erachtet wurde.

In meinem Dissertationsprojekt möchte ich meine bereits begonnene Forschung fortsetzen und ausbauen. Ich möchte den Prozess der Erinnerung nicht nur an den Zweiten Krieg, sondern auch an die Oktoberrevolution in der Sowjetunion untersuchen. Diese beiden Erinnerungskonstrukte beeinflussten sich, wie mein Quellenstudium gezeigt hat, stark und stützen sich aufeinander. Ich möchte deshalb die gängige Forschungsthese widerlegen, wonach die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg die Erinnerung an die Oktoberrevolution in den Hintergrund gedrängt hat. Mich interessiert, was von der Idee der Revolution nach dem Krieg übriggeblieben ist, welche Gruppen innerhalb der Machtvertikale welches Gedächtnisprojekt unterstützt haben und wie das jeweilige Gedächtnisprojekt verwendet wurde.

Zur Website des Friedrich-Meinicke-Instituts
Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften
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