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Multiethnische Regionen Polens. Das Beispiel Kaschubei

(31607)

TypMaster: Seminar Modul E; Bachelor FMI: Seminar; Magister: Übung
RaumGarystr. 55 101
Beginn13.04.2010
Zeit

Di 14-16

Das Seminar soll in der ersten Hälfte des Semester eine Einführung in Fragestellungen und Methoden der Regionalgeschichte bieten und beispielhaft einige multiethnische Regionen, die in der Zwischenkriegszeit zur Republik Polen gehörten (z.B. Galizien, Oberschlesien), beleuchten. Die zweite Hälfte des Semesters wird sich mit einem Beispiel ausführlicher befassen: der Kaschubei. Dabei soll die historische Entwicklung der westlich von Danzig (Gdańsk) gelegenen Landschaft als multikultureller Begegnungsraum von Polen, Deutschen, Kaschuben und Juden untersucht und gleichzeitig nach der heutigen Interpretation dieser Vergangenheit gefragt werden. Inzwischen wird die Kaschubei vielerorts als Idylle verklärt, so dass die Lehrveranstaltung sich mit Fragen der literarischen Verarbeitung sowie der Erinnerungskultur in der oder an die Kaschubei in kollektiver und individueller Dimension (Oral History) auseinandersetzen wird. Im Anschluss an die Lehrveranstaltung soll nach Möglichkeit im September 2010 eine Exkursion in die Kaschubei erfolgen.

 

Literatur:

  • Schmid, Harald (Hg.): Erinnerungskultur und Regionalgeschichte. München 2009.
  • Lauer, Bernhard / Nogossek, Hanna (Hg.): Polen, Deutsche und Kaschuben. Kassel 1997.
Zur Website des Friedrich-Meinicke-Instituts
Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Zur Website des Netzwerks Area Histories
Zur Mediothek des Osteuropainstituts