Profilbereiche

Studierende des Masterstudiengangs Osteuropastudien wählen eines der fünf angeboten Fächer als ihr Profil, welches sie im Laufe des Studiums vertiefen. Zusätzlich können auch Seminare aus den anderen Fächern belegt werden.

Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas

Prof. Dr. Gertrud Pickhan

Die Lehre und Forschung der Disziplin umfassen 1) die Grundzüge der Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, 2) die Entwicklung der historischen Kulturlandschaft Ostmitteleuropas unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte und Kultur Polens, sowie 3) die Geschichte Russlands und der Sowjetunion. Thematische Schwerpunkte sind Nationskonstruktionen und Nationsbildungsprozesse, Multiethnizität und transkulturelle Verflechtungen sowie die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Projekte der Moderne in Ost- und Ostmitteleuropa. Im Zentrum stehen sozial- und kulturgeschichtliche Ansätze, die durch neuere Fragestellungen aus der Diskurs-, Mentalitäts-, Bild- und Mediengeschichte erweitert werden.

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Kultur

Prof. Dr. Georg Witte

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der Vermittlung kulturhistorischer Kenntnisse sowie in der Schulung kultur- und literaturwissenschaftlicher Arbeitstechniken, die zum Verständnis Osteuropas und des angestrebten europäischen Einigungsprozesses unverzichtbar sind und zugleich die Grundlagen für den Erfolg interkultureller Kommunikation bilden. Gegenstand des Studiums sind sowohl regionale und nationale Einzelkulturen als auch "Osteuropa" als historisch sich entwickelndes und veränderndes geokulturelles Konzept. Das Studium gilt der Analyser ästhetischer Verfahren und Formen der Künste im Zeitalter der Massenmedien. Es soll den Blick für die Diversität künstlerischer Praktiken sowie die Vielfalt europäischer Geschichts- und Kulturmuster schärfen.
Ein vorrangiges Ausbildungsziel ist die Befähigung zum kritischen Verstehen von symbolisch vermittelten Kommunikationsformen und ihren medialen Bedingungen. In der komparatistischen Erforschung künstlerischer und alltagskultureller Praktiken im osteuropäischen Raum werden sowohl die technischen Reproduktions- und Distributionsmedien (wie Fotografie, Film, Fernsehen, Internet) als auch tradierte Medien und Kunstformen (wie Literatur und bildende Kunst) berücksichtigt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle der Kultur für den Prozess der Identitätsfindung in zeitgenössischen osteuropäischen Gesellschaften im Kontext der Globalisierung.

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Politik

Prof. Dr. Klaus Segbers

Osteuropa ist durch den seit rund 20 Jahren laufenden Wandel schwierigen Steuerungsaufgaben ausgesetzt. Das gilt zunächst für die innere Politikregulierung, die breitere Interessen als zuvor abbilden und integrieren muss. Hinzu tritt ein Wandel des europäischen und globale Umfelds (Globalisierung, Wandel des Staatensystems, Ausdehnung der EU). All das hat Auswirkungen auf das Geschehen in Osteuropa, wie auch die Veränderungen dort nach außen rückwirken.
Im Lehr- und Forschungsbereich Politik werden diese Hauptrichtungen bearbeitet. Auf empirischer, methodologischer und theoretischer Ebene werden die politischen, polit- und sozioökonomischen Transformationen in Osteuropa vor und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des ehemaligen Ostblocks untersucht. Zugleich sind die inter- und transnationalen Beziehungen osteuropäischer Gesellschaften Gegenstand von Forschung und Lehre. Die theoretische Perspektive wird vorrangig aus (neo-)institutionellen Ansätzen gewonnen.

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Recht

Prof. Dr. Burkhardt Breig

Ab 2018 ist es nicht mehr möglich, Disziplin Recht als Schwerpunkt des Masterstudiengangs zu wählen. Lehrveranstaltungen in Recht können nach Absprache mit dem Modulverantwortlichen im interdisziplinären Bereich belegt werden.

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Soziologie

Prof. Dr. Katharina Bluhm

Die vergleichende Analyse des Zusammenspiels von sozialem und ökonomischem Wandel steht im Zentrum von Lehre und Forschung des Arbeitsbereichs. Zu den Schwerpunktthemen gehören die Varianten des post-sozialistischen Kapitalismus mit ihren Akteuren, Unternehmen, Märkten und Wohlfahrtsstaatsregimen sowie Probleme von Arbeit, Beschäftigung und sozialer Ungleichheit. Dabei werden osteuropäische Themen mit einer gesamteuropäischen Perspektive verknüpft.

Im MA OES-Politik und MA OES-Soziologie können auch Lehrveranstaltungen der benachbarten Master dieser Disziplinen an der FUB und im Kooperationsverbund der Berlin-Brandenburger Universitäten besucht werden.

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Volkswirtschaftslehre

Prof. Theocharis Grigoriadis, C.Sc. Ph.D.

Der Arbeitsbereich analysiert die Bedingungen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Nachfolgestaaten der Sowjetunion, Ostmittel- und Südosteuropas. Zu diesem Zweck werden den Themen komparative Wirtschaftssysteme und Politische Ökonomie besonderes Gewicht beigemessen. Institutionelle und regionale Gegebenheiten der osteuropäischen Volkswirtschaften werden sowohl aus einer spieltheoretischen als auch aus einer empirischen Perspektive berücksichtigt.

Für Studierende des MA OES-Volkswirtschaftslehre bieten sich zusätzlich Lehrveranstaltungen des Instituts für Wirtschaftsgeschichte der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Humboldt-Universität zu Berlin und des Fachgebiets Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der Fakultät Wirtschaft & Management an der Technischen Universität Berlin an.

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