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„The Nation strikes back?“ Neue und alte Nationalismen in Osteuropa

Nationalistische, populistische und konservative Projekten haben in den vergangenen Jahren einen politischen Bedeutungsgewinn erfahren – nicht nur in Osteuropa. Die ideologische Vielfalt und strategische Varianz dieser Projekte ist dabei beachtlich: Was medial oft simplifiziert als ‚nationalist backlash‘ beschrieben wird, erweist sich als heterogenes Phänomen mit komplexen historischen und kulturellen Bezügen, das zudem in jeweils spezifische sozio-ökonomische und politische Kontexte eingebettet ist. Das Projektseminar wählt diese Projekte der Konstruktion neuer kollektiver Identitäten und Zugehörigkeiten als Ansatzpunkt, um sich theoretisch und praktisch mit historischen wie gegenwärtigen Phänomenen der (Re-)Nationalisierung in Osteuropa auseinanderzusetzen. Dabei sollen nicht nur Fragen nach der konfliktiven Konstruktion von Nationalismen sowie deren gedächtnis- und erinnerungskultureller Verarbeitung in Osteuropas im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Perspektiven jener subalternen Akteure berücksichtigt werden, die von neu entstehenden Gruppenzugehörigkeiten exkludiert und marginalisiert werden. Nach einer interdisziplinären, theoretischen und konzeptionellen Einführung steht im Kurs die betreute Projektarbeit in Kleingruppen im Fokus. Verwirklicht werden können dabei wissenschaftlich, journalistisch und künstlerisch geprägte Projekte, wobei in allen Fällen eine theoretisch-methodische Reflexion des eigenen Vorgehens integraler Bestandteil der Projektarbeit ist.

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