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Global Populism and Eastern Europe

Das Seminar führt in die vergleichende sozialwissenschaftliche Literatur zu global populism ein. Auseinandersetzungen vergangener Jahre konzentrierten sich vorwiegend auf Populismus als Phänomen, das seinen Ursprung in kapitalistischen und (massen-)demokratischen Gesellschaften der westlichen Hemisphäre hat. Es liegt jedoch nahe, Populismus in Anbetracht historischer Vorläufer, wie etwa den russischen narodniki, der populist party in den USA oder lateinamerikanischen Bewegungen der 1930er und 1940er Jahre, als globales und transnationales Phänomen zu verstehen. Auf theoretischer Ebene werden wir uns mit verschiedenen Konzeptionalisierungen und Erklärungen von Populismus sowie Fragen seiner methodischen Erfassung (und Erfassbarkeit) beschäftigen. Insbesondere gilt es, strategische, rhetorische und inhaltliche Perspektiven auf der einen sowie sozioökonomische und kulturelle Erklärungsmodelle auf der anderen Seite voneinander abzugrenzen bzw. komplementär zu diskutieren. Empirisch legt das Seminar einen Schwerpunkt auf Osteuropa und den post-sowjetischen Raum und fragt aus global vergleichender Perspektive nach Gemeinsamkeiten und regionalen Spezifika osteuropäischer Populismen. Nicht zuletzt gilt es im Verlauf des Seminars zu klären, wie sich Populismus als konzeptioneller Rahmen zu alternativen Erklärungsangeboten (Konservatismus, Illiberalismus, Nationalismus etc.) für das östliche Europa verhält.

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Zur Website des Otto-Suhr-Instituts für Politikwissenschaft