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Die Weltweiten Lesungen

Zum 20. März 2006 wurde von der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V. (Berlin) anlässlich des 3. Jahrestages des Kriegsbeginns im Irak der „Jahrestag der Politischen Lüge“ und die Weltweiten Lesungen (Worldwide Reading) initiiert. Kulturinstitutionen, Theater und interessierte Personen in verschiedenen Städten weltweit wurden zu Lesungen u.a. von Eliot Weinbergers „Was ich hörte vom Irak“ aufgerufen. Die Lesungen finden seitdem in unregelmäßigen Abständen, z.T. mehrfach im Jahr, statt und haben weltweit relevante politische Themen, aber auch das Schicksal politisch engagierter Persönlichkeiten wie Edward Snowden oder der Friedensnobelspreisträger Liu Xiaobo zum Anlass. Ziel der Veranstaltungen und Aktionen soll es sein, das Bewusstsein über Inhalte und Formen politischer Kommunikation zu erhellen. Weil auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Lüge zum Instrumentarium bestimmter politischer Formationen gehört, muss deutlich gemacht werden, dass die Kräfte nicht erlahmen, die sich gegen sie verwahren. Im Folgenden sind zu allen bisherigen Lesungen die jeweiligen Aufrufe, Unterzeichner- und Teilnehmerlisten und die gelesenen Texte in verschiedenen Sprachen zu finden. Außerdem wurde Dokumentationsmaterial der Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Die weltweite Lesung findet jedes Jahr im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlins statt. Ziel ist es, auf das Schicksal von inhaftierten oder verschollenen Autor_innen und Menschenrechtler_innen hinzuweisen. Mehr als 100 Autor_innen aus 40 Ländern haben in diesem Jahr den Aufruf zur Lesung unterstützt (Website von Worldwide Reading).

Veranstaltungsort
Café Caramel
Zimmerstraße 26
10969 Berlin
Website von Caramel