Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien

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K/Eine Utopie(n) mehr? Junge Literatur aus dem Westbalkan und aus Russland

Lesung und Gespräch | 5.12.2019 | ZOiS Berlin

Mit Ivana Pajić (Universität Novi Sad), Jana George (Universität Stavropol‘), Željana Tunić und Andrea Meyer-Fraatz (Universität Jena)
Moderation: Eva Kowollik (Universität Halle)

Die Werte der (friedlichen) Revolutionen von 1989 ff. werden im Zuge gefühlter und realer Krisen durch populistische Bewegungen, alt-neue Nationalismen und das Gegenmodell der „gelenkten“ oder „illiberalen Demokratie“ massiv in Frage gestellt. Die Zielvorstellung eines politisch vereinigten Europas hat vielerorts an Attraktivität eingebüßt, nicht wenigen Menschen ist „Europa“ zum politischen und kulturellen Feindbild schlechthin geworden. Im Projekt „K/Eine Utopien mehr? Ein Forum für junge, engagierte Literatur“ geht es darum, Literatur als Raum alternativen Denkens und Sprechens zu vermessen und zu fragen, welche Impulse von ihr ausgehen können, wenn es um die Stärkung von Pluralismus, Demokratie und Zivilgesellschaft geht. Die Werke junger Autor*innen sind dabei von besonderem Interesse, weil es sich hierbei um eine Generation handelt, deren gesamte Kindheit und Jugend in die Transformationszeit fällt und die gleichzeitig von wegbrechenden Zukunftshoffnungen besonders stark betroffen ist. Im ZOiS lesen zwei junge Autor*innen, die im Rahmen des Projekts übersetzt wurden. Mit ihnen und dem Publikum diskutieren unter der Moderation von Eva Kowollik Jana George (Universität Stavropol‘), Ivana Pajić (Universität Novi Sad) sowie Željana Tunić und Andrea Meyer-Fraatz (Universität Jena).

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