Eine Welt ist nicht genug. Zur Faszinationsgeschichte populärer Entwürfe divergenter Lebens- und Wissensformen

14.11.2019 | 18:00

Eine Welt ist nicht genug. Zur Faszinationsgeschichte populärer Entwürfe divergenter Lebens- und Wissensformen

Matthias Schwartz (ZfL, Berlin, Literaturwissenschaft)

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung: Alternative Welten: Strings, Spähren und Sci-Fi an der Universität Potsdam

Campus Griebnitzsee, Haus 6

Donnerstag. 14. November 2019,  18 Uhr

Fantastische Weltentwürfe stehen im engen Zusammenhang mit der Gesellschaft ihrer Zeit. Sie funktionieren wie Seismographen, an denen sich politische Konflikte, religiöse Tabus und kollektive Wunsch- und Angstvorstellungen in verfremdeter Form ablesen lassen. Spätestens seit der Neuzeit sind sie aber auch das Medium, in dem eine rationalistische Säkularisierung, imperiale Eroberung und wissenschaftliche Entzauberung der Welt zur Disposition gestellt werden können. Science Fiction handelt von den unheimlichen und dystopischen Nachtseiten der Moderne, denen sie in Form anderer Lebensweisen und divergenter Wissensmodelle imaginäre Gestalt gibt. Gerade angesichts einer weitgehenden Globalisierung aller irdischen Lebensbereiche bekommen solche Faszinationsgeschichten alternativer Welten eine ungeahnte Aktualität.

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