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Themenhefte zu Politik und Literatur im russischen Internet erschienen

News vom 26.02.2009

Im Februar sind zwei Zeitschriften-Themenhefte zu Politik und Literatur im russischen Internet erschienen, an deren Herausgabe Mitarbeiter/innen des Osteuropa-Instituts beteiligt sind:

 

„Virtuelle Macht“ – ein politischer Faktor von realer Bedeutung? Das Online-Magazin The Russian Cyberspace Journal erkundet das Verhältnis von Internet und Politik in Russland

Mitte Februar erschien die erste Ausgabe von The Russian Cyberspace Journal unter dem Titel "Virtuelle Macht. Russische Politik und das Internet". Die akademische Web-Zeitschrift enthält Beiträge in drei Sprachen: Englisch, Deutsch und Russisch. The Russian Cyberspace Journal erscheint zukünftig zweimal im Jahr und steht unter www.russian-cyberspace.com zum freien Download zur Verfügung. Anfang März gehen die deutsche und die russische Version der Homepage des Magazins an den Start. Zum Herausgeberteam gehören Wissenschaftler/innen aus Russland, Amerika, Großbritannien und Deutschland.

In der aktuellen Nummer sondieren internationale Forscher/innen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, darunter der Politologie und der Medienwissenschaften, der Literatur- und Kulturwissenschaften, die Repräsentationen und Mediationen des politischen Diskurses im russischen Internet. Die Ausgabe berücksichtigt die zentralen politischen Ereignisse des Jahres 2008 in Russland (die Präsidentschaftswahlen und den Konflikt zwischen Georgien und Russland), greift jedoch auch Entwicklungen in den Nachbarländern Ukraine und Belarus auf.

 

"Aufzeichnungen aus dem virtuellen Untergrund. Russische Literatur im Internet". Kultura 1 / 2009.

Die Themenausgabe der Russland-Kulturanalysen untersucht die mal als drückend, mal als lustvoll empfundene Bindung der russischen Literaten an das Internet als neues Schreibwerkzeug, als Kommunikationsnetzwerk, als Polit- und Gerüchteküche, als – wenn auch deformiertem – öffentlichen Raum. Neben Artikeln über elektronische Bibliotheken, subversive Dekonstruktionen des klassischen Kanons in der Netzkunst und die spezifische Form des literarischen Blogs in Russland finden sich in der Ausgabe Interviews mit Pavel Protasov (zur Frage der Autorenrechte) und Aleksandr Kabanov (zur lokalen Mythologie des Internet). Einige Kurz-Porträts und Übersetzungen poetischer Texte eröffnen einen direkten Blick ins literarische Geschehen im RuNet.