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Besuch der Ausstellung „Margiana. Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“ im Neuen Museum Berlin

Im Rahmen des Seminars „Zwischen Wüstensonne und Finsternis – Imaginationsgeschichte Turkmenistans“ besuchten Studierende der FU Berlin eine Ausstellung im Neuen Museum Berlin.

News vom 18.07.2018

Liest man heute in den Medien über Turkmenistan, so stehen in der Regel skurrile Bauvorhaben und Herrschaftspraktiken im autoritär regierten „Diktatorstan“ (Erika Fatland) im Fokus. Weniger bekannt ist, dass sich auf dem Gebiet des heutigen Turkmenistan eines der frühesten Beispiele zivilisatorischer Hochkultur findet. Das Neue Museum Berlin präsentierte in einer Ausstellung erstmals faszinierende Exponate aus der bronzezeitlichen Landschaft Margiana. Unweit der Stadt Merw finden sich faszinierende Königsgräber, Schmuckstücke und frühe Formen von Wasserinfrastrukturen, die Studierenden der FU Berlin im Juni 2018 im Rahmen einer Kuratorenführung von Dr. Manfred Nawroth fachkundig nähergebracht wurden. Das anregende Gespräch diente dabei nicht nur der kunstgeschichtlichen Einordnung der Ausstellungsstücke, sondern auch dem Austausch über Arbeits- und Forschungsbedingungen im modernen Turkmenistan, der Perspektiven zwischen Hypermoderne (in der Ausstellung in Form zeitgenössischer Fotographien Herlinde Koelbls präsent) und Archäologie sowie selbstgewählter Isolation und ersten zarten Öffnungsbemühungen im Lande eröffneten.

Verantwortlich: Clemens Günther

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