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Osteuropa postkolonial

Sind wir postkolonial? Diese Frage treibt Osteuropaforschende seit mittlerweile knapp zwei Jahrzehnten um. Angesichts der Forderung nach einer „global postcolonial critique“ (D.C.Moore) stellt sich die Frage, ob und wie der osteuropäische Raum in die postkoloniale Weltkarte integriert werden kann. Der innere und äußere Streit um die eigene Vergangenheit als kolonisierende und kolonisierte Nation treibt viele Staaten in Osteuropa bis heute um – von Polen bis Bulgarien, von Bosnien bis Russland. Spätestens seit den jüngsten Ereignissen in der Ukraine und den damit verbundenen Warnungen vor einem neusowjetischen Imperialismus hat diese Frage dabei auch an politischer Brisanz gewonnen. Das Seminar begibt sich auf die Suche nach einem postkolonialen Osteuropa. Es möchte sowohl auf theoretischer als auch auf inhaltlicher Ebene mit Debatten der letzten Jahr(zehnt)e vertraut machen und nähert sich dem Themenkomplex aus interdisziplinärer und intermedialer Perspektive.

(31704)

TypProseminar
SpracheDeutsch
SemesterSoSe 2017
Veranstaltungsumfang2 SWS
Maximale Teilnehmerzahlkeine
RaumGarystr. 55 121
Beginn18.03.2017 | 12:00
Ende18.07.2017 | 14:00

Literaturliste

• Chernetsky, Vitaly; Condee, Nancy; Ram, Harsha; Spivak, Gayatri: Are we Postcolonial? Post-Soviet Space, In: PMLA 121:3 (2006), S.828-836 • Materialsammlung zur Konferenz Imperial Reverb. Exploring the Postcolonies of Postcommunism (Princeton 2016), https://imperialreverb.princeton.edu/

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