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Transferprozesse von Erinnerung in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur postsowjetischer Autor*innen

Dissertationsprojekt Irine Beridze

19.02.2020

Bild_Forschungsprojekt_9514 (1)

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Bildquelle: Atlas von Sulchan-Saba Orbeliani in georgischer, deutscher und lateinischer Sprache © indigo.com.ge

Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die deutschsprachige Gegenwartsliteratur osteuropäischer Migration genauer unter die Lupe zu nehmen. In Anlehnung an memory- und transcultural studies werden in der textanalytischen Arbeit spezifische Erinnerungskonzepte untersucht, die in dieser Literatur unter Berücksichtigung von diversen historischen Kontexten wie der Zweite Weltkrieg, Holocaust, Stalinismus, Kalter Krieg etc. entworfen werden.


Die aus dem postsowjetischen Raum emigrierten Autor*innen entwickeln in ihren Romanen eine für die deutsche Literatur neue Perspektive auf gesellschaftliche Zusammenhänge in der globalisierten Welt. Die literarische Verarbeitung spezifischer kommunikatver (Familien)gedächtnisse sowie der Migrationserfahrung schafft einen neuen Blick, der sich dem Denken in der Ost-West-Dichotomie widersetzt und zugleich eine mehrdimensionale Betrachtung der gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Prozesse im deutschsprachigen Raum erlaubt. Das Hauptziel des Projektes ist es, den literarischen Transfer von Erfahrung und Erinnerung zu untersuchen sowie seine erinnerungskulturellen Effekte herauszuarbeiten und sie sowohl im deutschen als auch im postsowjetisch-postsozialistischen oder im gesamteuropäischen Kontext analytisch zu betrachten.