Sowjetischer Alltag im Kalten Krieg

(61304)

TypSeminar
SemesterWintersemester 2015/2016
Veranstaltungsumfang2 SWS
RaumGarystr. 55 101
Zeit

Donnerstag 12-14 Uhr

Der Begriff Kalter Krieg wurde geprägt, um einen konfliktreiche Auseinandersetzung zu beschreiben, der nicht in kämpferische Handlungen mündete. Auch wenn die Forschung diese Vorstellung in Hinblick auf gewalttätige Konflikte in Korea, der DDR, Ungarn, Polen, Vietnam u. a. zurecht hinterfragt hat, blieb der Kalte Krieg in weiten Teilen der Welt auch ein "imaginärer Krieg", der in den Köpfen stattfand, zugleich aber das Denken und den Alltag der Menschen stark prägte. Ausgehend von dieser Überlegung soll im Kurs betrachtet werden, was der Kalte Krieg für die Menschen in der Sowjetunion bedeutete. Wie beeinflusste er ihr Denken, Fühlen und Handeln im Alltag? Wie nahmen Sowjetbürger die Entwicklungen des Kalten Krieges und die Entscheidungen auf der "großen" politischen Bühne wahr? Diese Fragen sollen mit Hilfe von Sekundärliteratur und v. a. Primärquellen untersucht werden. Deshalb ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme unerlässlich. Kenntnisse des Russischen, Ukrainischen u. a. osteuropäischer Sprachen sind hilfreich, jedoch keine Voraussetzung. Die aktive Teilnahme wird durch ein Referat zu einem vorgeschlagenen Thema nachgewiesen.

Vladislav Zubok: A Failed Empire. The Soviet Union in the Cold War from Stalin to Gorbachev, Chapel Hill 2007, (insbesondere Kap. 6: The Soviet Home Front: First Cracks, 1953 - 1968). Ted Hopf: Reconstructing the Cold War. The Early Years, 1945 - 1958, New York 2012.

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