Medien und Medienakteure im Kalten Krieg

(31606)

TypOEI-Master: Kurs Modul E
Dozent/inJulia Metger
RaumGarystraße 55 302a
Zeit

Donnerstag 16 - 18 Uhr

Die westliche Welt beobachtete während des Ost-West-Konflikts angespannt, was in der Sowjetunion und dem sowjetisch dominierten Teil der Welt geschah. Und umgekehrt. Das Bedrohungsszenario eines Dritten Weltkrieges, möglicherweise sogar unter dem Einsatz von Atomwaffen, prägte die gesellschaftlichen und politischen Diskurse, Sorgen und Ängste. Nervös beobachteten Politik, Geheimdienste, Medien und Wissenschaft die so undurchsichtig erscheinenden Entwicklungen im anderen „Lager“ und versuchten, Erkenntnisse über Entscheidungsträger, ihre Taktiken und Strategien, und deren gesellschaftliche Unterstützung zu gewinnen. In dieser Situation kam sowohl denjenigen, die Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen, wie auch denjenigen, die die politische Lage und öffentliche Meinung der anderen Seite entschlüsseln konnten, große Bedeutung zu.

Um dies genauer zu beleuchten werden im Kurs Medien und Medienakteure im internationalen Kontext des Kalten Krieges untersucht und die transnationalen Zusammenhänge mittels des methodischen Instrumentariums der „Neuen Geschichte der Internationalen Beziehungen“ herausgearbeitet.

 

Literatur

Jost Dülffer: Europa im Ost-West-Konflikt 1945-1990. München 2004 [Oldenbourg-Grundriss der Geschichte]

Melvyn Leffler und Odd Arne Westad (Hg.): The Cambridge History of the Cold War. Cambridge 2010.

Thomas Lindenberger (Hg.): Massenmedien im Kalten Krieg. Akteure, Bilder, Resonanzen. Köln 2006.

Ute Daniel und Axel Schildt (Hg.): Massenmedien im Europa des 20. Jahrhunderts. Köln 2010.
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