Estrada. Unterhaltungskultur im Staatssozialismus

(31604)

Typ- Modul C, Se
Dozent/inGertrud Pickhan
RaumGarystraße 55 121
Beginn15.10.2009 | 14:00
Zeit

Do 14.00-16.00

In den staatsozialistischen Gesellschaften Ost- und Ostmitteleuropas entstand eine spezifische Unterhaltungskultur, die bis heute nachwirkt. Filme, populäre Musik, Festivals und das Radio erreichten ein Massenpublikum, dessen Weltwahrnehmung auch durch die „erfundenen Wahrheiten“ der Schlager, Unterhaltungsfilme und komödiantischen Rundfunkbeiträge geprägt wurde, während im offiziellen Menschenbild eher Ernsthaftigkeit und Disziplin im Vordergrund standen. Welchen Stellenwert hatte die Unterhaltung in der staatlichen Kulturpolitik? Welche Merkmale hatte das Milieu der UnterhaltungskünstlerInnen? Wie wurde man im Staatssozialismus zum Star? Welche Bedürfnisse deckte die offiziell zugelassene Unterhaltungskunst bei ihren RezipientInnen ab? Welche Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit repräsentierte die „Estrada“? Wie gestaltete sich das Wechselspiel von Tradition und Moderne in der Unterhaltungskultur? Diese und andere Fragen sollen in dieser Lehrveranstaltung untersucht werden. Im Zentrum steht dabei die Sowjetunion, jedoch sollen auch andere Länder des „Ostblocks“ in den Blick genommen werden.

Einführende Literatur

  • Richard Stites, Russian Popular Culture. Entertainment and Society since 1900, Cambridge 1992

  • Estrada Rossii. XX vek. Enciklopedija, Moskva 2004

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