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Alina Bothe

Bothe Skaliert

Lehrbeauftragte

Sprechstunde

Nach Vereinbarung

seit 10/2016

Habilitationsstipendium der Fondation pour la Mémoire de la Shoah

10/2016

Abschluss des Dissertationprojekts

10/2012-2016

Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Doktorandin am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

07/2011 – 09/2012

Projektassistenz in der Abteilung Geschichte des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin

01/2011 – 06/2011

Übersetzung des 1935 erschienenen Romans Grenadierstraße von Fischl Schneersohn aus dem Jiddischen ins Deutsche zur Veröffentlichung im Wallstein Verlag im Auftrag der Abteilung für Geschichte des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin

09/2010 – 12/2011

Projektassistentin im Editionsprojekt „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“, Institut für Zeitgeschichte, Abteilung Berlin

05/2008 – 04/2010

Studentische Mitarbeiterin im DFG-geförderten Projekt „Charlottengrad und Scheunenviertel: Osteuropäisch-jüdische Migranten im Berlin der 1920/1930er Jahre“ sowie im Teilprojekt „Transnationalität und Jiddischkeit. Kulturelle Vielfalt im osteuropäisch-jüdischen Berlin der 1920/30er Jahre“ am Osteuropa-Institut der FU Berlin

10/2006 – 01/2007

Leiterin des Projektbüros „denk!mal ‘07“ zur Organisation des Jugendforums „denk!mal ‘07“ anlässlich des Gedenktages am 27. Januar im Leitungsbereich der Verwaltung des Abgeordnetenhauses von Berlin, Stabsstelle des Präsidenten, Referat für Öffentlichkeitsarbeit

2002-2010

Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Ost- und Südosteuropäischen Geschichte an der Freien Universität Berlin

Lehrauftrag im Wintersemester 2016/2017


Prof. Gertrud Pickhan; Alina Bothe


31605: Die Ausweisung polnischer Jüdinnen und Juden aus Berlin 1938. Ein Ausstellungsprojekt

Im Oktober 1938 wurden reichsweit mehr als 16.000 Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit erfasst, verhaftet und an die polnische Grenze verbracht. Die Geschichte dieser „Polenaktion“ ist bis heute nur unzureichend erforscht. Im kommenden Jahr soll sie in Berlin erstmals in einer großen Ausstellung gezeigt werden. Die Ausstellung basiert auch auf studentischen Rechercheergebnissen aus vorangegangenen Lehrveranstaltungen zu einzelnen Familien, die aus Berlin im Oktober 1938 deportiert wurden. Die Lehrveranstaltung führt erstens ins Thema der Ausstellung ein, diskutiert zweitens aktuelle Ausstellungstheorien und betrachtet drittens die konkrete Umsetzung einer Ausstellung. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, am konkreten Beispiel der geplanten Ausstellung zur „Polenaktion“ in Berlin die geschichtswissenschaftliche Darstellungsform Ausstellung in komplexer Weise zu erschließen. Vorgesehen sind gemeinsame Exkursionen zu thematisch relevanten Ausstellungen ebenso wie die eigenständige Ausstellungsanalyse durch die Teilnehmenden. Es besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in die Vorbereitung der geplanten Ausstellung „Niemandsland. Die Ausweisung der polnischen Jüdinnen und Juden aus Berlin 1938“ einzubringen.


Dissertationsprojekt: "Die Geschichte der Shoah im virtuellen Zwischenraum der Erinnerung"

Abstract:

Ausgehend von der Annahme eines digital turns in der Geschichte der Shoah hat das Dissertationsvorhaben zum Ziel, die Veränderungen der Rekonstruktion, Repräsentation und Rezeption der Geschichte der Shoah, die sich durch die zunehmende Verlagerung der Geschichte der Shoah in die digitalen Medien ergeben, epistemologisch zu erfassen. Der epistemologische Entwurf wird unter besonderer Berücksichtigung des paradigmatischen Visual History Archives der Shoah Foundation, der weltweit größten Sammlung digitalisierter Zeugnisse der Shoah, erarbeitet. Die digitalen Medien werden als Zwischenraum der Erinnerung konzipiert und somit die kulturellen Neuerungen der Virtualität auf den Ebenen der Rekonstruktion, Repräsentation und Rezeption herausgearbeitet.

  • Da-Zwischen. Zur jüdischen Identität in Fischel Schneersohns Grenadierstraße, in: Wohl, Lea; Sucker, Juliane (Hrsg.): Bilder des Jüdischen. Selbst- und Fremdzuschreibungen im 20. und 21. Jahrhundert, DeGruyter 2012, S. 119-136 (im Erscheinen).
  • (Dis)Orienting memory – Shoah testimonies in the Virtual Archive, in: Eckel, Julia/ Leiendecker, Bernd/ Olek, Daniela/ Piepiorka, Christine  (Hrsg.) DIS)ORIENTATION - (Dis)Orienting Media and Narrative Mazes, transcript (2012), S. 73-90.
  • Das digitale Zeugnis, eine neue mediale Narration, in: Nünning, Ansgar; Rupp, Jan (Hrsg.): Narrative Genres im Internet: Theoretische Bezugsrahmen, Mediengattungstypologie und Funktionen, WVT 2012, S. 241-259.
  • Im Zwischen der Erinnerung. Virtuelle Zeugnisse der Shoah in: kunsttexte.de, Nr. 1 (2012) (11 Seiten), http://edoc.hu-berlin.de/kunsttexte/2012-1/bothe-alina-6/PDF/bothe.pdf.
  • Fischl Schneersohn: Grenadierstraße. Aus dem Jiddischen übersetzt von Alina Bothe, herausgegeben und eingeleitet von Anne-Christin Saß, mit einem Nachwort von Mikhail Krutikov, Göttingen, Wallstein Verlag 2012.
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Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften
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