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„Nationale Küchen der Sowjetunion“. Esskulturen im Vielvölkerstaat

(31905)

Typ- Master OEI: Wahlveranstaltung
Dozent/inGertrud Pickhan
InstitutionOsteuropa-Institut der Freien Universität Berlin
Leistungspunkte2 cr
Freie Plätzeja
RaumGarystraße 55 121
Beginn19.10.2007
Zeit

Fr 10.00-12.00

Ernährungsgeschichte gewinnt im Zuge der Hinwendung zu Alltagskulturen zunehmend an Bedeutung. Der Vielvölkerstaat Sowjetunion bietet sich als Untersuchungsgegenstand an, wenn es um die Frage nach der Bedeutung des Essens (und Trinkens) für nationale Identitätskonzepte geht. In den Blick zu nehmen ist dabei auch die Konsumgeschichte im Staatssozialismus. Sowjetische und postsowjetische Kochbücher geben Einblick in Konstanten und Veränderungen der nationalen Selbst- und Fremdbeschreibungen; gemeinsam erstellte Kostproben vermitteln einen sinnlichen Eindruck der kulinarischen Küchen- und Identitätspolitik.

Einführende Literatur:

  • R.E.F. Smith, David Christian, Bread and Salt. A Social and economic history of food and drink in Russia, Cambridge 1984
  • Dirk Reinhardt (Hg.), Neue Wege zur Ernähungsgeschichte. Kochbücher, Haushaltsrechungen, Konsumvereinsberichte und Autobiographien in der Diskussion. Frankfurt a.M. u.a. 1993
  • Hans-Jürgen Teuteberg (Hg.), Essen und kulturelle Identität. Europäische Perspektiven, Berlin 1997
  • Andreas Kappeler, Russland als Vielvölkerstaat. München 2001; Sonja Margolina, Wodka. Trinken und Macht in Russland, Berlin 2004
  • Carsten Goehrke, Russischer Alltag. Eine Geschichte in neun Zeitbildern vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Band 3: Sowjetische Moderne und Umbruch, Zürich 2005
  • Marion Trutter, Culinaria Russia. Russland, Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Königswinter 2006.
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